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Fasnet im MGV - eine lange Tradition

Der MGV wurde 1936 als Zusammenschluss des Sängerbunds Neuhausen und dem Gesangsverein Eintracht gegründet. Beide Vereine waren seit 1851 aktiv und führten schon bald regelmäßig Fastnachts-veranstaltungen durch. In Ermangelung von Aufzeichnungen und vor allem der Protokollbücher dieser frühen Jahre, lässt sich die Datierung der ersten Saalfasnet allerdings nicht genau bestimmen.

Fasnachtsspiele gab es bereits 1896
Einzelne Programmplakate und Aufrufe zu Tanzabenden liegen von beiden Vereinen vor - so ein Plakat einer „unterhaltsamen Produktion vom 29. Januar 1888“. Allerdings erst die Aufführung des Fasnachtspiels „Die Welfensage“ am 17.2.1896 trug wohl maßgeblich dazu bei Neuhausen als Fasnetshochburg über die Ortsgrenzen hinweg bekannt zu machen. Das Stück musste zweimal wiederholt werden. Fast 300 Mitwirkende wurden gezählt. Obwohl die welfische Historie wohl nicht viel mit den Fasnachtsbräuchen zu tun hatte, gilt das am Faschingsmontag aufgeführte Stück dennoch als erste dokumentierte Fasnetsveranstaltung des Vereins.
Immer wieder wurden in den Jahren vor dem Jahrhundertwechsel abendliche Fasnachtsveranstaltungen durchgeführt und 1904 fand bei solch einem „Fasnachtskränzchen“ sogar dieFigur des „Prinz Karnevals“ Einzug in den neu erbauten Ochsensaal.

 


Die karnevalistische Entwicklung begann sehr früh
Tagsüber gab es die am Faschingsdienstag üblichen „Umtriebe“ auf der Straße und abends ging man zur Tanzveranstaltung in den Ochsensaal oder in den Saalbau. Von den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg gibt es nur wenige Überlieferungen und die Vorgänger der heutigen Fasnetsschauen, den Saalveranstaltungen des MGV, sind sicherlich eher in den Veranstaltungen nach 1953 zu finden. Dennoch ist es erwähnenswert, dass auch in den schweren Jahren zwischen den Kriegen regelmäßig Veranstaltungen stattfanden, ja sogar „Orden für die große Narretei“ verteilt und „bei manchem Kruge Wein“ sicherlich versucht wurde den, für viele Menschen damals doch schweren Alltag für kurze Zeit vergessen zu lassen.


Tanz, Gesang, Büttenreden und Sketche sind die Basis der MGV Fasnetsschauen
Die Inhalte dieser Fasnetsveranstaltungen unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht all zu sehr von den heutigen. Lustige Theaterstücke und gesangliche Vorträge wurden dargeboten - im Anschluss an das Programm getanzt, dazwischen gegessen. Seit 50 Jahren neu sind wohl nur die Tanzgruppen, welche es in dieser Form in der frühen Zeit nicht gegeben hat. Auch die ersten Fasnetsprinzen nach dem 2.Weltkrieg kamen vom MGV. Walter Mayer, der Lammwirt und seine Frau hatten die erste Ehre. Zu Beginn der Fasnetsveranstaltungen saßen sowohl der Prinz als auch seine Pagen noch auf der Bühne, wie man dies heute von den üblichen Karnevalssitzungen kennt. Schnell jedoch wurde aus den Fasnetsveranstaltungen eine Fasnetsschau (abgeleitet von Show). Die musikalischen Auftritte von einzelnen Solisten und den Chören wurde um eigens für die Fasnet gegründete Gruppen ergänzt.
Den Anfang machten 1952/53 die Pinguine unter der Leitung von Otto Altenburger, anschließend folgten Mitte der 60er Jahre die Gänsbettlerchen, die ihren Namen wohl in Anlehnung an die Mainzer Gonsbach-Sänger und einer innerörtlichen Aufstauung eines Baches, dem Gänsbett herleiteten. Umrahmt wurden die Gesangsauftritte durch Sketchgruppen und Büttenreden. Besonders beliebt waren jahrelang auch die Torpedos Muskolinos, eine Turn-, Akrobatik und Sketchgruppe. Waghalsige Sprünge am Trampolin, Pyramiden bis zur Decke des Saalbaus, Seiltanznummern und ein Fakir auf einem Nagelbrett - es gab wohl nicht viel was die Truppe nicht ausprobiert hat.

Die Gründung eines Frauenchors 1953 war auch die Grundlage für erste Tanz- und Ballettauftritte bei der Fasnet. 1956 trat dann Sigrid Masi, die Tochter des damaligen ersten Vorsitzenden an die jungen Damen zu trainieren. Schon bald erregte man mit gewagten Kostümen (nur in Badeanzügen bekleidet als Haremsdamen) die Gemüter des Publikums und der Vorstandschaft. 1958 wurden daraus die Pagen, wie sie auch heute noch heißen. Anfang der 60er Jahre trugen die Damen dann erstmals Uniformen und die Leitung wurde von Ilse Bayer übernommen. Weitere erfolgreiche Trainerinnen wie Melitta Schnabl und Margot Kirsche übernahmen das Training der Gruppe. 1984 übernahmen dann Elke Bayer und Sigrid Kuttler die Leitung der Gruppe.


Nachwuchsarbeit als Folge der Teilnahme an Turnieren

Schon bald wurde klar, dass man auch bei Turnieren mittanzen wollte und dazu auch Nachwuchsarbeit benötigt. Seit 1997 ist der MGV deshalb Mitglied im LWK. Ein großer Erfolg war dann gleich der 8.Platz beim ersten Turnier in Leinfelden 1998, der größte Erfolg bisher gelang 2003. Mit dem 6.Platz in Esslingen wurden auch zum ersten Mal 420 Punkte ertanzt.

Die Tanzgruppen des MGV beginnen heute mit der Rasselbande (den 4-6 jährigen) und gehen dann über die Sternchengarde und die Junioren nahtlos bis ins Jugend-/Erwachsenenalter der Pagen über. Auch ein Tanzmariechen gab es hin und wieder beim MGV.

Die Veranstaltungen des MGV zogen jedes Jahr nach dem Krieg mehr und mehr Zuschauer in den Saal, so dass man nach dem Neubau der Egelseefesthalle 1984 vom Saalbau dorthin wechselte.

In vier Veranstaltungen mit weit über 2000 Besuchern bietet der MGV seither jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Nahezu 160 Mitwirkende auf und hinter den Kulissen sorgen bei den Fasnetsschauen für eine gute Stimmung und lustige Geschichten, nicht nur aus Neuhausen.


Die Fasnetsschau - Eine moderne Fasnets-Show aus lauter eigenen Gruppen!

Die professionelle Wirkung der Shows wird im Wesentlichen aber auch durch die Masken- und Kostümbildner, Techniker und Kulissenbauer im Hintergrund gestaltet. Ein Highlight jedes Jahr ist auch das immer wieder neu und dem Motto angepasst hangemalte 3,50x8m großes Bühnenbild. Dieses Team zeigt sich auch mit verantwortlich für die großen Erfolge rund um die neuen Chöre des MGV (MixDur, MixKids und MixTeens) des Dirigenten Klaus-Peter Klapper. Mehrere ausverkaufte Veranstaltungen in Folge wie 2007 /2008 bei der BroadwayShow sind nur ein Beispiel für den tollen Zusammenhalt im Verein.

Die Fasnetsschau des MGV hat sich so über die Jahre zu einer durchgängigen Motto-Show mit viel Spaß und Tanz entwickelt. Ein mehrköpfiges Regieteam, zusammen mit den Vertretern der auftretenden Gruppen, stellt die Inhalte jedes Jahr neu zusammen. Alle Akteure auf und hinter der Bühne sind Mitglieder im Verein. Kein Motto wiederholt sich, nur das gemeinsame Schlusslied, das „Giga Gondele“, bleibt gleich.

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